++ RÜCKBLICK UND AUSBLICK++

...oder: Viel text, keine Bilder
...oder: Fenny's überaus öder Monolog

Seit ich 1999 nach jahrelanger Pause wieder ins Hobby eingestiegen bin war es für mich gezeichnet von einem immer wieder aufbrechenden Hin und Her zwischen dem Ausbau bestehender Miniaturenarmeen und dem Starten neuer Armeen. Die erste Armee, die Tyraniden, hab ich mit aus heutiger Sicht beinahe beängstigender Konsequenz aufgebaut. Irgendwann bei 2.500 Punkten hatte ich dann das dringende Bedürfnis, all das zu haben auf was Tyraniden verzichten müssen: Charaktere, Panzer, Banner... Cabals Seuchenlegion war geboren. Auf die folgten dann die Stahltempler, dann die Wächter der Ewigkeit und etliche unvollendete Kleinprojekte, bis ich bei Warhammer Fantasy Battles mit seinen thematisch dichten Völkern und dem durch Jahrzehnte erprobten und ausgebauten Regelsystem, hängen blieb. Ein Abstecher ins Reich von Warmaster und Battlefleet Gothic blieb auch nicht aus.

Alles in allem also Inkonsequenz, die chronisch anmutet und sich wohl auch nicht bessern wird. Warum auch, es es ist ein - wenn auch kostspieliges - Hobby, und soll Spass machen. Und mir macht es eben besonderen Spass was neues anzufangen oder die nächste exotische Idee umzusetzen! :o)

Immerhin gibt es aber einige Projekte die mich immer wieder interessieren, und auf die will ich nun ein bisschen mehr eingehen.

CHAOS

Sowohl bei 40k wie auch Fantasy eine der detailliertesten Antagonistenarmeen. Als Veteran aus 4. Edi Zeiten von 40k mit den Seuchenmarines habe ich auch nach dem Abstossen der praktisch gesamten Armee ein Auge auf die Anhänger der dunklen Götter gehabt. Nicht zuletzt bei Fantasy, wo ich nebst ersten Spielen mit Chaosbarbaren irgendwann zu Tiermenschen gewechselt habe um schliesslich mit Nielglen's Maden eines der langgehegten Projekte anzugehen. Das schläft zwar im Moment, aber ich bezeichne das lieber als "Gärung".
Die Emperor's Children von Fulgrims Getreuen mit ihrer exotischen Mischung aus Schallwaffen und Psychokrieg verbunden mit knallharten Nahkampfeinheiten habe ich immerhin soweit spielfertig, wenngleich noch ein Grossteil der Armee auf seine Farbgebung wartet.
Es gibt noch eine ganze Menge Ideen, die sich im Themenfeld Chaos realisieren lassen würden:

+ eine Dämonische Legion in WH Fantasy. Hier ist bei mir alles möglich. Favoriten sind zwar Khorne's blutige Schmetterer und Nurgles vor sich hin verwesende Abscheulichkeiten, aber auch ungeteiltes Chaos oder schillernde Tzeentch-Dämonen wären ansprechend. Hier zählt hauptsächlich für mich der Faktor Exotik. Dämonische Horden zählen zu den physisch teuersten Armeen, weil es keine günstigen Plastikbausätze gibt und alles aus einzelnen Zinnfiguren aufgebaut ist. Ausserdem ist hier der Umbaufaktor recht hoch, aber das sehe ich eher als Potential.

+ eine Kultarmee aus Sterblichen. Mit Nielglen's Maden ist ein erster Schritt in die Richtung gewagt. Chaoskrieger und -ritter bieten genug Potential um, wenn richtig umgesetzt, eine atmosphärische Armee auf dem Spielfeld zu sein.

+ Tiermenschen: fasziniert hat mich die Vorstellung von Tzaangors und Tzaanbullen. Ein Shaggoth-Magier der sein Dasein Tzeentch gewidmet hat ist ebenso faszinierend wie ein Kult von uralten Minotauren die seit Jahrtausenden einen dem Grossen Wandler geweihten Tempel verteidigen.

+ Nicht aufgegeben habe ich die Vorstellung irgendwann einmal etwas mit dem atemberaubenden Chaosmammut von Forgeworld anzufangen. Eng verbunden mit der Vorstellung einer Chaosarmee sind für mich und vom Fluff vorgegeben auch durch die nördliche Ansiedlung in der Alten Welt Schneegestöber und pfeifender Wind, Felle die über schwarze Eisenrüstungen geworfen sind und wilde Krieger mit Eis im Bart. Die Dämonenarmeen würden hier eine Ausnahme bilden - ein fremdartiger Boden würde sich für ihre Bases eher anbieten. Als Gestaltungselement einer jeden Armee ist die Wahl der richtigen Base für mich genauso wichtig wir die Wahl des Farbschemas an sich.

UNTOD

Meine ersten Schritte in Warhammer Fantasy anno 1994 / 95 war eine Armee der Untoten. Auch beim Neueinstieg in die vielfältige Welt von WHFB im Jahr 2001 waren die Untoten (die jetzt im "Armeebuch Vampire" ein ganz neues Gesicht bekommen hatten) meine erste Wahl.

Trotz multipler Abstecher in andere Gefilde hat es mich immer wieder zu den Untoten zurückgezogen. So scheint es mir aus heutiger Sicht sinnvoll alle Projekte in diesem Feld, die immerhin zu einem gewissen Teil auf die gleichen Figuren zurückgreifen, zu vereinheitlichen.

So habe ich damit begonnen die im frostigkalten Farbschema von Warcraft III gehaltenen Skelette der Academia Necromantica umzumalen, um mit den Untoten Heerscharen der Sylvanischen Armee zusammenzupassen. Moosgrüne Bases, Felsen aus einer quasi-nordalpinen Landschaft und natürlichere Farben haben sie jetzt gemeinsam. Besonderen Nutzen ziehe ich daraus, weil die grossen Regimenter (Skelette und Zombies) dann schon feststehen und in jedem neuen Armeethema weiterverwendet werden können.

+ eine Armee der Hügelgräber wird Teile dieser neuen Streitmacht enthalten, mit eigenen Figuren ausgestattet, die sonst nicht hineinpassen (ein selbstdesignter Krell und Heinrich Kemmler gehören dazu, ebenso wie ein Hügelgräberkönig auf Streitwagen, Golems etc.) Diese Armee wird bestimmt vom Stil alter grünspaniger Bronzerüstungen, rostverkrustetem Eisen und dickem Nebel der durch alte, bösartige Wälder zieht. Das Hügelgrab aus Conan der Barbar drängt sich einem auf, so wie es im Film dargestellt wurde (den Roman kenn ich leider nicht).

+ eine Cathayanische Vampirarmee kann ebenso auf die Skelette zurückgreifen. Statt einer Schwarzen Kutsche wird es dann eine Mandarin-Wagen mit grossem Schirmdach, Tonkrieger als Verflüchte würden sich anbieten, eine Banshee im Stil des chinesischen Theaters aufgemacht. Die Möglichkeiten sind schauderhaft vielfältig! :o)

+ Aller Untod hat begonnen vor Jahrtausenden in Khemri, und eine Armee des Skarabäenkönigs schwebt mir vor als eine Streitmacht die auf den untoten Hüllen riesiger Wüstenkäfer heranreitet.

ANDERE

+ Seit meinem ersten Kontakt mit dem Cthulhu Mythos von H.P. Lovecraft war ich fasziniert von den altmodischen Monstrositäten seiner Äusseren Götter und Grossen Alten. Was liegt da also näher, als die Idee etwas ähnliches für Warhammer umzusetzen. Meine Idee: Eine versunkene Stadt der Alten die von ihren Slann Magierpriestern insoferne gerettet wurde, als sie vor den Fluten geschützt im Meer versank. Auf magische und natürliche Weise wurden die Bewohner dann über die Jahrtausende zwangsläufig verändert. Heute sind die Echsenmenschen dieser Stadt aquatische Kreaturen, die in Korallentürmen auf dem Rücken von Riesenschildkröten in den Krieg ziehen statt auf Sauriern usw usf.

+ alternative eine "Schwarmflotte Naga" die sich an den Bestien unter Wasser orientiert, und das ganze Thema ins 40k Universum verlegt. Tyraniden sind ja nach wie vor ein spannendes Thema (wenn auch kein aktues) für mich.

+ Todeskorps von Krieg: auch dieses Projekt denke ich immer mal wieder an. Die Grabenkrieger in ihren Strahlenmänteln sind - da es sie nicht als Figuren gibt- ein Exot auf jedem Spielfeld, dennoch kennt sie fast jeder aus dem Fluff und dem Codex Imperiale Armee. Als erstes würde sicher ich die
Figuren nochmal neu überarbeiten, da ich mit den alten nicht mehr so ganz zufrieden bin. Allein, welches Konzept von meinen unzähligen Skizzen sich einmal durchsetzen wird ist offen. Vielleicht gibts ja die Figuren von GW bis ich soweit bin. ;o)

+ Nicht zuletzt begeistert mich seit Jahren die Idee einer Adeptus Mechanicus Streitmacht. Kaum zu glauben dass dieser, einer der Grundpfeiler des Imperiums, noch immer keine gültige 40k Armeeliste hat! Ich würde wohl am ehesten eine kleine Interventionstruppe ausheben, die als Sprungtruppen auf dem Spielfeld landet; der Hintegrund wäre eine Elitetruppe innerhalb des Adeptus, die vor allem zur Rettung wichtiger technoarkaner Artefakte ausrückt. Nebst den obligaten Skitarii wären da noch Technopriester, Magi, Sentinels in AM Ausführung und Prätorianer-Servitoren drin, alles für sich genommen schon interessante Umbauprojekte! ^^

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