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SPECIAL ++
Mein
Chaoszwerge Projekt - die Herstellung erster Figuren
...oder: DER STEINIGE WEG NACH ZHARR NAGGRUND!!
Es ist also wieder soweit - der Sommer bringt uns GW Fanatikern erneut
eine weltweite
Kampagne, diesmal wieder in der Alten Welt von WHFB angesiedelt.
Ursprünglich wollte ich ja diese günstige Gelegenheit dazu
nutzen um meine Nurgle
Armee endlich auf Vordermann zu bringen. Dann aber, nach etlichen
bemalten Figuren kam alles anders...
Chaoskrieger kann jeder haben. In meinem Fall waren sie nicht mal
wirklich aufwändig umgebaut, so dass meine Armee sich von der
unzähliger anderer Spieler da draussen wohl nicht besonders unterschieden
hätte. Immer noch haben es mir die fauligen 'Nielglen's Maden'
angetan - aber das Projekt ist vorerst... sagen wir mal aufgeschoben.
^^
Nichtsdestotrotz will ich 2007 endlich mit einer voll spielbaren (will
heissen komplett aufgebauten und angemalten) Armee an der weltweiten
Kampagne teilnehmen.
Irgendwann jedenfalls fiel so mein Auge auf jene Armee, die ihren
Höhepunkt im GW Merchandise vor ungefähr 15 Jahren hatte,
für die praktisch keine Figuren mehr im Verkauf sind (abgesehen
von ein paar Miniaturen aus der 'Blood Bowl' Reihe), welche die Fangemeinde
mit ihrem Style in erbittert verfeindete Lager (Hüte oder keine
Hüte!) gespalten hat, die sich ausserdem angeblich schlechtestens
verkauft hat und dennoch dank einer perfekt ausbalancierten Armeeliste
in "Kriegerische Horden" (selber auch schon knackige 7 Jahre
alt) in keinem grossen Turnier wirklich fehlt: die Armee der Chaoszwerge.
Meine Emperor's
Lightbringers habe ich innerhalb von weniger als 4 Monaten aufgebaut.
Die Kampagne soll im Sommer beginnen. Es ist also machbar - wenngleich
eine Herausforderung. 1500 Punkte sind vorerst angepeilt, was in meinem
Fall bedeutet dass bis dahin schlappe 80 Modelle angemalt sein wollen!
HINTERGRUND
Die
Chaoszwerge sind entfernte Vettern der Zwerge der Alten Welt - vor
Jahrtausenden sind ihre Vorfahren in die Einöde von Zharr gezogen
wo reiche Erdschätze gelockt haben. Dann kam die grosse Katastrophe,
in der vom nördlichen Pol chaotische Energie die Alte Welt überflutete.
Während schwache Kreaturen grässlich mutierten waren die
Zwerge von Zharr weitgehend resistent - dennoch hinterliess die dunkle
Energie Spuren an ihnen.
Heute herrschen die Chaoszwerge von ihrer gigantischen Zigguratstadt
Zharr Naggrund aus über die industrielle Wüste ihres Landes,
zwingen Grünhäute und Sklaven aus allen Völkern zur
Arbeit in ihren Schmieden und Minen und huldigen dem stierköpfigen
Hashut, dem Vater der Dunkelheit. Sie praktizieren Schwarze Magie
und sind weit über die Grenzen ihres Reiches hinaus gefürchtet.
Optisch nahmen die Chaoszwerge der 4. Edition von WHFB Anleihen bei
den alten Sumerern und Babylon. Sie führten als Alliierte die
niederträchtigen Hobgoblins in die Schlacht, ihnen wird die Erschaffung
der Schwarzorks nachgesagt die sich bisweilen noch heute in ihren
Armeen finden, sie sind Meister der Ingenieuskunst und bauen schreckliche
Wunderwerke wie die Tremorkanone, Raketen und nicht zuletzt jene infernalen
Maschinen, die in Archaons Armee vor Jahren als Chaos Todbringer
bekannt wurden.
Es gibt also Vieles, was an ihnen reizt. Letztlich plant Games Workshop
zwar scheinbar ein re-release für die Chaos Zwerge, dieses aber
nicht vor 2008 (oder wohl eher 2009). Grund genug, bis dahin den Ruhm
anzustreben, einziger Chaoszwergenspieler der weiteren Umgebung zu
sein! ^^
DIE
AUFGABE
Der
Verkauf
der Chaoszwerge wurde vor Jahren von Games Workshop eingestellt, zuletzt
verschwanden auch die letzten Figuren sogar aus dem Archivservice
der Tabletopschmiede. Will man also Chaoszwerge spielen, sollte man
entweder eine zehn Jahre alte Sammlung haben - oder man muss sich
mit Umbauten behelfen.
Mein ältester White Dwarf stammt aus den sehr frühen 90ern,
ich habe also noch diverses Bildmaterial und den einen oder anderen
Originalartikel über die Chaoszwerge. Ich hatte mich ziemlich
schnell dazu entschieden, eine Serie von Resin-Umbauteilen auf Basis
einer freien Interpretationen dieses uralten Materials zu erstellen,
mit der ich die modernen Zwergenfiguren dann zu Chaoszwergen umwandeln
kann - vergleichbar mit den Modellen meines Tannhäuser
Korps, meinem bis dahin ambitioniertesten Projekt.
Ich begann mit einer Regimentsbox Zwergenkrieger der 7. Edition, immerhin
sollen auch in meiner Armee die regulären Krieger den harten
Kern bilden.
Die
Arbeit an den ersten Prototypen begann am 27.2.2007. Die ersten bemalten
Figuren waren am 14.3. fertig. :o)
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1.
Zunächst einmal musste ich mir überlegen in welchem Ausmaß
ich die bestehenden Zwergenminiaturen umbauen wollte. Klar war, dass
auch meine Chaoszwerge die charakteristischen gezwirbelten Bärte
und hohen Helme tragen sollten. Also musste ich zumindest die vordere
Körperhälfte der Zwerge aus dem Set komplett umgestalten.
Zwar haben die Chaoszwerge früher nur Schuppenpanzerung gehabt,
aber mit dem Kettenpanzer der aktuellen Zwerge konnte ich mich auch
gut zufrieden geben. Die Rückseiten der Zwergenkrieger blieben
also erhalten. Der Eifachheit halber kam ein Umbau der Arme und Waffen
nicht in Frage. Ursprünglich wollte ich auch Formen für
Chaoszwergen-Schilde herstellen, fand dann aber dass die Schilde der
Chaosbarbaren aus meinem üppigen Bitzbox-Fundus sich auch hervorragend
an den Figuren machten.
Ich entfernte also in einem ersten Schritt die wallenden und teils
geflochtenen Bärte und Zöpfe der Dawi Modelle, inklusive
der kleinen Stupsnäschen und aller störenden Details wo
später der Bart hinsollte. Ausserdem wurden die Helme über
dem Stirnriemen gestutzt und gegen gekürzte Dübel, Spitzen
von Spritztüllen für Tortendeko (!) und anfänglich
auch viel Greenstuff ersetzt.
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2.
Als nächstes modellierte ich die Grundform der Bärte. Hierfür
orientierte ich mich an ein paar Tips von anderen Chaoszwergen Websites.
Im Prinzip ist es einfacher als ich dachte - man nimmt eine Wurst
Greenstuff und drückt mit einem feinen Modellierwerkzeug von
beiden Seiten Kerben ein. Dabei sollen sie sich aber links und rechts
abwechseln, damit der krude Eindruck einer Spirale entsteht und die
Bärte nicht wie Luftschläuche wirken. Den schwer misslungenen
Hut des Zwergs ganz rechts entfernte ich wieder und ersetzte ihn durch
eine umgebaute Trommel eines Chaosbarbaren. An den Helmen brachte
ich dann erste Verzierungen und Symbole an. Ein paar bejammernswerte
Gnoblars aus dem Fundus meiner Ogerarmee mussten ihre riesigen Nasen
einbüssen (aber dafür sind diese Sklaven schliesslich
da, nicht wahr!) die sich hervorragend als heftige Hakennasen
der Dawi Zharr machten.
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3.
Auf die ausgehärtete Basis aus Greenstuff konnte ich in einem
nächsten Schritt die Schnurrbärte, Kinnpartie und Hauer
aufmodellieren.
Ausserdem korrigierte ich die Ränder der Helme und Verzierungen
auch noch mit Greenstuff.
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4.
Nach dieser Arbeit, die sich über etwa 3-4 Tage erstreckte, konnte
ich damit beginnen die neuen Grundmodelle zur Abformung vorzubereiten.
Ich verwende hierfür mittlerweile immer eine Grundform aus Legosteinen;
die bleiben recht stabil und man kann eine schöne rechteckige
Form erstellen die auch leicht zu entformen ist - einfach die Kastenform
wieder stückweise auseinanderbauen!
Zum Einbetten der Patrizen habe ich diesmal Fimo genommen (normalerweise
verwende ich Plastilin, davon hatte ich aber nun kein brauchbares
mehr in der Nähe)... das sollte sich nachträglich als Fehler
herausstellen!
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5.
Zweifellos hatte ich in der Ungeduld der Stunde das Silikon nicht
ausreichend mit dem Katalysator vermischt. Das Zeug brauchte statt
dem üblichen einen Tag ganze drei Tage zur Vulkanisierung! Nach
der Entnahme der ersten Formhälfte aus dem Formkasten kam die
nächste Ernüchterung - das Fimo hatte entweder mit dem Katalysator
oder mit dem Silikon selbst reagiert. Jedenfalls war jeder Chaoszwerg
an seinem Rücken mit einem schmierigen Film aus Kunststoff überzogen,
als hätte sich das Plastik aufgelöst. Nicht auszudenken
wie das Ergebnis ausgesehen hätte wenn ich die Chaoszwerge Gesicht
voran ins Fimo gedrückt hätte! >.<
Nachdem die Form und die Formteile von allen Fimo-rückständen
gesäubert waren (eine mühsame und vor allem dreckige Sache)
konnte ich die zweite Hälfte der Form aufgiessen - dazwischen
benutzte ich in Ermangelung eines professionellen Trennmittels ganz
normales Sesamöl aus der Küche. Hat genauso funktioniert!
Die gute Nachricht: nach der Lektion des nicht-aushärten-wollenden
Silikons der ersten Hälfte nahm ich diesmal deutlich mehr Katalysator
für die zweite Hälfte und verrührte dieses dann brav
und lange. Die zweite Formhälfte war entsprechend schon nach
einem Tag entformbar und ich konnte ein paar erste Probegüsse
in PU Giessharz machen!
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6.
Zwei der Modelle lassen sich nicht wirklich problemlos abformen und
ich bin auch mit dem Endergebnis von diesen nicht ganz zufrieden.
Das ist einerseits der Typ mit den Blitzen am Helm (auch der Schnurrbart
hat mich schon beim Modellieren geärgert weil er einfach nicht
so werden wollte wie ich das gern gehabt hätte), und bei einem
anderen Modell tendiert die Form dazu sich zu verschieben, weshalb
er dann massive Gussgrate hat. Die anderen drei Jungs werden eigentlich
fabelhaft und kommen ansprechend detailliert aus der Form. :o)
Trotzdem muss nach dem Zusammenbau jeder einzelne Krieger nochmal
mit Greenstuff nachbehandelt werden - zwischen den Rücken- und
Frontpartien bleiben Spalten bestehen, die gefüllt sein wollen
und das verwendete Polyurethan-Harz bildet unweigerlich hier und da
nachträglich zu füllende Löcher, die aus in der Form
eingeschlossenen Luftblasen entstehen. Mit den ersten Probemodellen
(s. oben) war ich dann aber so zufrieden, dass ich zuversichtlich
bin, hier wirklich eine ordentliche Armee herstellen zu können.
In diesem Sinne ein herzhaftes...
HASHUT! >:o)
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Chaos, the Chaos device, the Chaos logo, Citadel,
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