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DIE WÄCHTER DER EWIGKEIT ++
Die
Exoditenwelten
Für
die Eldar sind die Exoditenwelten die letzte Hoffnung, das Überleben
ihres Spezies sichern zu können. Wenn die letzten Eldar der Weltenschiffe
verschwunden sind, wird das Volk der Eldar vielleicht in den Exoditen
weiterleben, die verstreut über die Galaxis junge, fruchtbare
Planeten besiedelt haben. Und obwohl die Exoditen selbst ein starker,
unabhängiger Schlag sind, sehen viele Eldar in ihnen etwas das
vor Schaden bewahrt werden muß, soll in ihnen eine Zukunft für
das sterbende Volk der Eldar erwachsen.
Shub Nazaroth
Vor
dreitausend Jahren erhob sich im Auge des Schreckens der Dämonenprinz
Shub Nazaroth, geliebter Günstling des Slaanesh. Und Sie Die
Hungert sandte ihren neuesten Favoriten in den Weltraum der Sterblichen,
und unter seiner Führung entstand ein gigantischer Kreuzzug des
Grauens. Als die erste Exoditenwelt den Dämonenhorden zum Opfer
fiel und die Weltenwanderer von Alaitoc den nächstgelegenen Weltenschiffen
die Nachricht überbrachten, waren die Runenpropheten verwirrt.
Keiner von ihnen hatte kommen sehen was geschehen war, selbst die
geachtetsten Propheten von Ulthwé hatten in den Runen keine
solche Bedrohung erkannt. Diese Macht war das Geschenk Slaaneshs an
ihren Günstling, und er nutzte diese Macht um noch zwei weitere
Welten in Flammen aufgehen zu lassen.
Schließlich wurde auf den Weltenschiffen Ulthwé, Lugganath
und Shasanmén eine gewaltige Streitmacht gemustert, die sich
dem Heer des Chaos entgegenstellte. Es war der Avatar von Shasanmén,
der den Dämonenprinzen erschlug, und der Rat der Seher von Ulthwé,
der die unsterbliche Essenz des Dämonen in einen schwarzen Seelenstein
bannte, um seine Wiedergeburt im Warp zu verhindern.
Irgendwo
tief im Warp heulte Slaanesh in dieser Sekunde auf, und eine Woge
ihre feurigen Zornes fegte Millionen dämonischer Leben hinweg.
Der 4. Gott schwor schreckliche Rache an Shasanmén und allen
an diesem Kampf beteiligten Weltenschiffen.
Der Rachen von Anur
Der
Rat der Seher wusste sehr gut, dass der dunkle Seelenstein mit der
tobenden Seele des Dämonenprinzen nicht sicher war solang er
in der Reichweite sterblicher Hände lag. Jeder niedere verblendete
Kultist des Chaos hätte den Stein berühren und die Seele
von Shub Nazaroth damit wieder befreien können - und das Schicksal,
das dann den Exoditenwelten und dem Rest des Eldarvolkes bevorstand
wagte sich keiner auszumalen. Den Stein zu zerstören kam nicht
in Frage, denn damit würde der Dämonenprinz ebenfalls befreit.
Ihn einfach zu verstecken war den Eldar zu unsicher.
Doch es gab eine Möglichkeit. Die Heimatwelten der Eldar waren
beim großen Fall vom Chaos verschlungen worden, ihre näher
gelegenen Kolonien nun verwunschene Orte tief im Auge des Schreckens.
Eine dieser Welten war der tote Planet Krais, verwüstet von den
widersprüchlichen Kräften des Chaos und durch tobende Warpstürme
selbst im Auge des Schreckens praktisch isoliert. Der einzige Weg
nach Krais führte durch ein uraltes Warpportal der Eldar, das
inmitten blau-weißer Farne auf der abgelegenen Dschungelwelt
Anur stand. Seit Krais im Auge des Schreckens verloren gegangen war
hatte niemand mehr das Tor aktiviert.
Die
Kristallsänger reaktivierten das Tor nun nach fast siebentausend
Jahren wieder; dann wurde der schwarze Seelenstein nach Krais gebracht
und in einer psionisch versiegelten Krypta begraben. Dort harrt der
Dämonenprinz nun aus und wartet darauf dass einer der Diener
seiner Herrin zu ihm durchdringt und ihn aus seinem Gefängnis
befreit.
Die Entscheidung der Konklave
Der
Rachen von Anur, wie das Portal fortan genannt wurde, hatte nun eine
ganz neue Bedeutung erlangt. Von diesem Tag an war es kein vergessenes
Tor auf eine verlorene Welt mehr, sondern der einzige Zugang zu jenem
Ort an dem einer der größten und gefährlichsten Feinde
der Eldar lebendig begraben liegt. Von nun an mußte das Tor
geschützt, jeder Zugriff durch fremde Mächte darauf verhindert
werden.
Die bedeutendsten Runenpropheten der drei Weltenschiffe fanden sich
zu einer Konklave zusammen, welche unter dem Zeichen des Zerbrochenen
Kelches stand, einem Artefakt aus der Mythologie des Rhana Dandra.
Es heißt darin, daß Asuryan mit dem Wasser aus diesem
Kelch die Planeten benetzte, und überall wo ein Tropfen den fruchtbaren
Boden berührte sei einer der ersten Eldar entstanden. Als Asuryan
wie die anderen Götter der Eldar vernichtet wurde, zerbrach der
Kelch und alle Hoffnung daß sie je wieder ein großes,
aufstrebendes Volk werden mit ihm. Im Rhana Dandra, dem Armageddon
ihrer Mythologie aber soll der mythische Artefakt der Legende nach
eine hoffnungsvolle Rolle spielen, und auf dieses Symbol der Rettung
bezogen sich die Runenpropheten, als sie auf Shasanmén die
Konklave des Zerbrochenen Kelches einberiefen.
Es wurde entschieden dass es nicht allein Aufgabe eines einzelnen
Weltenschiffes sein dürfe, den Rachen von Anur zu beschützen.
Vielmehr solle eine Geheimarmee aufgebaut werden, bestehend aus Freiwilligen
die sich der größeren Sache verpflichtet fühlen, die
Exoditenwelten vor der Rache des Shub Nazaroth zu beschützen,
und damit die Zukunft des Volkes der Eldar im Ganzen zu sichern. Diese
Geheimarmee, die alleine dem Zweck dient, Anur und das Portal zu verteidigen,
nannten sie die "Wächter der Ewigkeit".

Das Schicksal Shasanméns
Vor
fünfhundert Jahren begann das Weltenschiff Shasamén damit,
sich weiter von Anur zu entfernen um keine neugierigen Blicke auf
die Dschungelwelt zu lenken. Irgendwann hatte es dann einen Punkt
erreicht, an dem es durch das Netz der Tausend Tore reisen konnte
um einen anderen, sicheren Aufenthaltsort in einem weniger stürmischen
Teil der Galaxis zu finden. Doch seit damals gilt Shasanmén
als verschollen. Diener des Slaanesh behaupten, Slaanesh hätte
alle Macht geballt um das Netz der Tausend Tore an diesem Ort zu zerfetzen
und das Weltenschiff tief in den Warp zu ziehen, wo es schließlich
vernichtet wurde und alle Eldar an Bord einem grauenvollen Schicksal
anheimfielen. Solch etwas schreckliches will keiner der Wächter
der Ewigkeit glauben, aber viele befürchten tief in ihrem Herzen,
Slaanesh könnte seine geschworene Rache auf diese Art wirklich
umgesetzt haben.
Die Wächter der Ewigkeit
Seit
dreitausend Jahren wachen die Wächter der Ewigkeit nun über
den Rachen von Anur und bis heute ist es keinem Feind gelungen, bis
zu dem Portal durchzudringen. Immer wieder gingen Exploratorschiffe
des Adeptus Mechanicus durch rätselhafte Unfälle verloren,
wenn sie zu nah an Anur herankamen. Vier Jagdkader der Tau, die sich
aufgemacht hatten dieses System zu erkunden wurden allein in den letzten
zehn Jahren als vermisst aufgegeben. Überreste im Orbit um den
äußersten Planeten des Systems zeugen davon, dass hier
Bioschiffe der Tyraniden zerstört wurden.
Stets fürchten die Runenpropheten den Tag, an dem die Warpstürme
um Krais abflauen könnten und Dämonen und sterbliche Diener
des Chaos mit konventionellen Raumschiffen auf den Planeten gelangen
könnten. Daher wurde das Portal nie zerstört, und in regelmäßigen
Abständen werden Kundschafter der Konklave nach Krais entsandt
um sicherzustellen dass die arkane Krypta unberührt ist. Diese
Kundschafter, die sich freiwillig dem Grauen stellen, das es für
einen Eldar bedeutet eine Welt im Auge des Schreckens zu betreten,
nennt man Schattenseher, und sie zählen zu den härtesten
und willensstärksten Veteranen der Geheimarmee.
Die Wächter der Ewigkeit gehören keinem einzelnen Weltenschiff
an, obwohl viele der ersten Mitglieder vom verlorenen Shasanmén
stammen, sondern bestehen aus Kontingenten von Freiwilligen anderer
Weltenschiffe, die alle paar Jahrhunderte einmal rekrutiert werden.
Ein Eldar, der diesen Weg einschlägt um sein Leben in den Dienst
nicht seines Weltenschiffes sondern seines ganzen Volkes zu stellen,
kann nie wieder zurück zu seiner Heimat. Denn selbst die Position
von Anur wird geheim gehalten und nur wenige der Propheten anderer
Weltenschiffe kennen sie.
Die Rüstungen der Krieger dieser Armee tragen kein Farbschema
eines Weltenschiffes sondern sind vielmehr in der knochenfarbenen
Naturtönung der Psychoplastika gehalten aus denen sie bestehen.
Der linke Schulterpanzer ist rot gefärbt - die Farbe des Todesgottes
Eldanesh, als ewige Warnung was den Exoditenwelten und der Zukunft
der Eldar widerfährt wenn die Wächter der Ewigkeit versagen.
Der erste Führer der Geheimarmee war Runenprophet Sidhe Féannadh,
und all jene Runenpropheten, die ihm nach seinem Tod in seinem Amt
nachgefolgt sind, haben diesen seinen Namen übernommen. Es heißt
in seine arkane Rüstung sind die Seelensteine seiner Vorgänger
eingelassen, und durch die geistige Verschmelzung mit ihnen erfährt
er die wahre Bürde, die er zu tragen hat, in vollem Umfang. Auf
seinen Schultern ruht die Verantwortung zu verhindern, dass Shub Nazaroth
je befreit wird.
Die Größe der gesamten Armee der Wächter der Ewigkeit
lässt sich schwer schätzen, aber sie verfügt über
beachtliche Ressourcen. Ganz Anur wurde im geheimen zu einer Kolonie
ausgebaut, die nicht nur Garnison ist, sondern auch ein Ort der Wissenschaften
und Kultur; jeder Kriegeraspekt hat zumindest einen Schrein auf Anur,
der spezialisierte Krieger innerhalb der Wächter der Ewigkeit
ausbildet.
Sie kämpfen auf allen Schauplätzen des Schicksals, wo Kultisten
den Ort des Portals zu lokalisieren drohen, wo eine Expedition des
Imperiums der Menschen zu nahe an Anur herankommt, oder einfach nur
die Fäden der Zukunft eine kommende Bedrohung für die Vision
der Konklave andeuten. Sie schlagen zu und vernichten das Ziel, ohne
eine Spur zu hinterlassen, die den Gegner nach Anur führen könnte.
Dies ist der Weg der Wächter der Ewigkeit, denn nur das Geheimnis
des Portals zu bewahren hat Bedeutung - um damit die Welten der Exoditen
vor dem Günstling des Großen Feindes auf Ewig zu schützen.
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